Änderung des Mutterschutzgesetzes

Das neue Mutterschutzgesetz tritt in seinen wesentlichen Teilen am 1. Januar 2018 in Kraft. Für die Erstellung der neuen Gefährdungsbeurteilungen wird den Betrieben eine Übergangsfrist bis 1. Januar 2019 gewährt (vgl. § 32 Abs. 1 Nr. 6 MuSchG).

Mit Wirkung zum 30. Mai 2017 wurden jedoch vorgezogen folgende Änderungen wirksam:

– Wird vor Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung eine Behinderung beim Kind ärztlich festgestellt, kann die Mutter eine verlängerte nachgeburtliche Schutzfrist von zwölf statt acht Wochen in Anspruch zu nehmen (vgl. § 3 Abs. 2 Nr. 3 MuSchG)

– Der Kündigungsschutz wird auf Fehlgeburten ausgeweitet. Künftig gilt, dass nach einer Fehlgeburt nach der zwölften Schwangerschaftswoche ein viermonatiger Kündigungsschutz greift (vgl. § 17 Abs. 1 Nr. 2 MuSchG).