Hochspezialisierte Fachkräfte startklar für den Einsatz

Alle Bilder der Veranstaltung hochauflösend (bis 1.3.2018 danach mail an kontakt@die-medienfrau.de) und der Pressebericht als PDF zum Download hier.

26.01.2018, Technologiezentrum des Handwerks (TZH) Stade. 22 frisch gekürte Gesellen und drei Gesellinnen des Ausbildungsberufes zum Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizung, und Klimatechnik feierten im Technologiezentrum des Handwerks Stade ihre Freisprechung. Vor rund 150 Gästen nahm jeder der neuen Nachwuchshandwerker stolz seinen Gesellenbrief entgegen. Obermeister der Innung Jens Schröter fand an diesem festlichen Tag deutliche Worte: „Dieser Tag ist Ihr Tag. Sie haben in den letzten 3 ½ Jahren eines der anspruchsvollsten Handwerke erlernt – Sie können stolz und zufrieden sein!“.


Die Männer des Abends mit Bestleistungen ihre Jahrgangs

Stolz war sicherlich auch der Jahrgangsbeste Johannes Elfers (mitte). Der 20-Jährige aus Burweg konnte sich mit einer sauberen 1,4 in der schulischen und einer 2,0 in der theoretischen und praktischen Gesellenprüfung an die Spitze seines Jahrgangs setzen. Er lernte im Innungsfachbetrieb Johannes Seufert + Sohn in Stade. Zweitbester des Jahrganges wurde Tobias Wehner (links) aus Guderhandviertel. Der 23-jährige lernte im Innungsfachbetrieb Dietmar Meyer Gas- und Wasserinstallateur Guderhandviertel und schloss seine schulische Prüfung mit der besonders seltenen Note von 1,0 ab. Prozentual nur knapp hinter ihm positioniert sich Pavel Weiss (rechts). Der 28-jährige Harsefelder lernte beim Innungsfachbetrieb Vohwinkel Sanitär- und Heizungsbau Horneburg.

„Lebe ein gutes Leben und deine Träume werden wahr“.

Stellvertretender Geschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade Matthias Steffens hielt in diesem Jahr die Festrede und sprach zu den Gästen: „Sie haben gelernt sich nicht wegzuducken, den Kopf hinzuhalten, im Team zu arbeiten und viele traditionelle Tugenden pflichtbewusst einzuhalten – das ist nicht selbstverständlich – genauso wie die erfolgreich absolvierte Gesellenprüfung.“ Er machte ebenfalls deutlich, dass diese Veranstaltung mit nichten eine Formalität sei, es ist eine Anerkennung für die erbrachte Leistung eines jeden von Ihnen. Unter den Prüflingen finden sich in diesem Jahr abermals weibliche Absolventen – im männerdominierten Beruf des Anlagenmechanikers keine Alltäglichkeit – und dennoch mehr als wünschenswert, denn „das SHK Handwerk durchlebt einen großen Wandel, ohne uns ist die Energiewende nicht zu realisieren und da bedarf es eine Vielzahl hoch qualifizierter Arbeitskräfte wie sie – männlich und weiblich!“ betonte der Obermeister Schröter in seiner Begrüßungsrede. Gemeinsam feierte die Gesellschaft bei Speis und Trank den errungenen Etappensieg im Festsaal des TZH.

Ohne uns ist der Klimawandel schlicht nicht umzusetzen.

Der Obermeister der SHK-Innung begrüßte die Gäste im Technologiezentrum des Handwerks mit eindringlichen Worten, die vor allem den Absolventen galten: „Mit diesem Beruf haben Sie eine große Hürde mit Bravur überwunden“. Schröter verwies auch auf die Unterstützer der Junggesellinnen und Junggesellen, die Tag ein Tag aus an dessen Seite standen und ihnen den Rücken frei hielten. „Ohne Ausbildung, Ausbilder, Betriebe, Familien und Freunde kein Erfolg und kein SHK-Handwerk“, bekräftigte Schröter. Weiter habe die Entwicklung des Berufsbildes in den letzten zehn Jahren einen massiven Wandel durchlebt. „Unser traditionelles Handwerk ist lebendiger denn je, und verlangt nach hochspezialisierten Fachkräften wie Ihnen“, beschreibt Schröter und bekräftigt weiter, dass die 3 ½ Ausbildungsjahre kaum ausreichen würden, um den heutigen Anforderungen an den Beruf des Anlagemechanikers für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik gerecht zu werden. „Ohne uns ist der Klimawandel schlicht nicht umzusetzen“, resümiert der Obermeister kurz und knapp. Er beendete seine Begrüßung mit dem Hinweis, dass es für die jungen Fachkräfte nun genug Möglichkeiten gäbe. Eltern und Betriebe könnten mehr als stolz auf den Nachwuchs sein.

Nun nahm der stellvertretende Geschäftsführer der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade Matthias Steffens am Rednerpult Platz und fand die passenden Worte für die gespannten Zuhörer. Er nannte die Handwerksausbildung eine Grundlage für den nun kommenden Lebensabschnitt, um sich Lebensträume zu erfüllen. „Nach jedem Schritt, den Sie rückwärts gehen werden, gehen sie danach zwei vor – am Ende stehen ihre Träume, die sie sich, trotz Steine auf dem Weg, am Ende erfüllen werden.“ Steffens betonte, dass sie mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung bereits einen großen Schritt Richtung Lebensträume gegangen sind und den Blick auf diese nicht verlieren sollen, sei es der Meister, der eigene Betrieb oder die Anstellung als Geselle. „… und auch Kritik gehört mit zum Leben dazu – sehen sie diese nicht als negatives Faktum, nehmen Sie Kritik stets als Chance besser zu werden und Beachtung zu finden“, so Steffens, denn, wer nicht mehr kritisiert wird, für den interessiere sich auch keiner mehr, erklärt Steffens weiter. Er bat die Junggesellinnen und Junggesellen dies und die traditionellen Tugenden, wie Pünktlichkeit, Respekt und Höflichkeit an die kommenden Generationen weiter zu geben „Sie alle sind nun in der Pflicht das, was sie gelernt haben, persönlich und fachlich an die nächsten Fachkräfte heranzutragen“. Er beendete seine Rede mit den eindringlichen Worten: „Lebe ein gutes Leben und deine Träume werden wahr“.

Vom Azubi, Gesellen und Meister – Zum Familienmensch und Häuslebauer.

Träume erfüllen möchten sich auch die drei Jahrgangsbesten 2018. Ganz oben auf der Liste für Johannes, Tobias und Pavel stehen der Hausbau, eine eigene Familie gründen und einen guten Job zu haben. Jahrgangsbester Johannes Elfers wird vorerst weiter als Geselle arbeiten und als nächsten Schritt die Meisterprüfung angehen. Jahrgangszweiter Tobias Wehner fokussiert ebenfalls die Weiterbildung zum Meister und träumt vom eigenen Betrieb. Pavel Weiss hat vor seiner Ausbildung in der Industrie gearbeitet und wird dort wieder tätig werden.
Wenn man sich die Träume der jungen Handwerker anschaut, hat Lehrlingswart Frank Beinl mit seinem kurzen, aber prägnanten Statement am Rednerpult wohl recht: „ Ihr seid keine Kesselflicker, ihr diskutiert nicht, ihr macht!“. Mit diesen Worten übergab Beinl an den Vorstand und den Prüfungsausschuss, der den geduldigen Absolventen die Gesellenbriefe und Zeugnisse übergab und am Ende von Altgeselle Lars Decker freigesprochen wurden. Nun hielt es auch die ehemaligen Schüler nicht mehr auf den Stühlen – sie bedankten sich mit einem Präsent bei ihrem Klassenlehrer, der seinen Eintritt in den wohl verdienten Ruhestand extra um ein halbes Jahr verschoben hatte.

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