Krisenfest: Das Handwerk und Corona. Ausbildungsplätze auch für 2020 noch zu besetzen!

Viele Handwerksbranchen haben durch die Corona-Krise, den Shuttdown und die veränderten Arbeits- und Rahmenbedingungen eine neue Marktsituation vorgefunden, auf die schnell und kurzfristig reagiert werden musste. Unterm Strich ist das Handwerk mit einem blauen Auge davongekommen – auch, dank der stattlichen Soforthilfen, wie das Kurzarbeitergeld und Finanzhilfen. 

„Die Gesellschaft blickt nun anders auf das Handwerk – Konsumenten und Kunden merken, dass es ein Fels in der Brandung sein kann – besonders für Arbeitnehmer! Die oftmals kleinen Familienbetriebe in unsere Region haben alles daran gesetzt ihr Team und den Betrieb mit allen Mitteln am Laufen zu halten. Erst jetzt merkt man, wen man vorher als selbstverständlich wahrgenommen hat, der plötzlich systemrelevant ist!  Für zukünftige Azubis vielleicht ein Grund mehr das Handwerk als stabilen Arbeitgeber vorzuziehen für jetzt und für die Zeit nach der Ausbildung!“, so Kreishandwerksmeister Jörg Klintworth.

„Für 2020 sind in vielen Branchen noch Restausbildungsplätze verfügbar. Wer also noch kurzfristig einsteigen möchte, nimmt das Telefon in die Hand und klingelt die Betriebe einmal durch!“ rät der Tischlermeister. Wer sich etwas Zeit nehmen möchte oder nichts Passendes gefunden hat, sollte eine Handvoll Praktika machen, so Klintworth: „Viele Eindrücke + viele Branchen ergeben viele Perspektiven. Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man weiß, wie Bürostrukturen funktionieren, wenn man am Bau arbeitet, was ein Landwirt macht, wenn man als Fleischer tätig sein möchte oder woher die Rohstoffe kommen, die ein Bäcker braucht. Branchenübergreifend reinzuschnuppern macht immer Sinn für Beruf und für sein privates Leben.“

Erschienen im Stader, Buxtehuder und Altländer Tageblatt Sonderbeilage “Ausbildung 2020/2021”.

epaper.tageblatt.de/ausgabe/5085 am 29.08.2020