Unternehmerfrauen-Jubiläum – Kreishandwerkerschaft feiert mit.

Im Dezember 2017 feierten die Unternehmerfrauen im Handwerk (kurz UFH) ihr 25-jähriges Bestehen. Kreishandwerksmester Jörg Klintworth war zu diesem besonderen Anlass als Vertreter aus dem Rathaus des Handwerks, der Kreishandwerkerschaft Stade geladen. Er hielt in seiner Begrüßungsrede eine Lobeshymne auf die eigentlichen „Macher“ der Handwerksbetriebe: „Sie blicken auf eine beachtliche Entwicklung zurück, dazu gratuliere ich Ihnen ganz herzlich und sage: Respekt – was sie und viele Handwerkerkolleginnen aufgebaut haben! „

Von man- und womanpower

Klintworth weiter: „Das Herz des Betriebes – und sind wir mal ehrlich… meistens auch der Kopf des Unternehmens – das sind Sie – liebe Unternehmerfrauen. Ich weiß aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie wertvoll und wichtig eine starke Frau in einem Handwerksbetrieb ist, ganz egal wie ihr persönlicher Werdegang aussah, ob sie sich aus einem anderen Berufsfeld in die Aufgaben einer Unternehmerfrau einarbeiten mussten und im Hintergrund alle Fäden in der Hand halten und managen – , oder ob Sie als Betriebsinhaberin zugleich erfolgreiche Familienmanagerin sein müssen – Unternehmerfrauen wissen am besten, wie man Betrieb und Familie unter einen Hut bekommt.
Über die Zukunft phylosophiert Klintworth: „…denn wir alle wissen, dass dieses klassische familienorientierte Unternehmer – Modell vor neuen Herausforderungen steht, Flexibilität, Qualifizierung Netzwerkarbeit, Attraktivität ist gefragt.
Junge Frauen verfügen heute in einem weitaus größeren Maße als früher, über eine eigenständige qualifizierte Ausbildung! Ihre schulischen und späteren beruflichen Abschlüsse sind häufig sogar besser als die der Männer. Frauen, die sich in ihrem eigenem Job positioniert haben, tun sich schwerer, ihr berufliches Umfeld aufzugeben und als Unternehmerfrau in den Betrieb ihres Mannes einzusteigen. Machen Sie die nächsten 25 Jahre weiter mit ihrer „Frauen“ Power, ihrem Teamwork und geben sie dieses Gedankengut auch an die nächste weibliche UND männliche Generation weiter.“

Über die UFH:

Als Stütze im Betrieb galt viele Jahre die Frau des Meisters. Neben dem Management der Familie waren die Frauen der Unternehmer meist im Stillen, im Hintergrund für die vielen Töätiogkeiten im und um das Controlling und vieles Andere Verantwortlich. Vor 25 Jahren kamen viele dieser Frauen zusammen und gründeten die UFH.

Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen machen sich die Stader Handwerkerfrauen für Fortbildung und eine eigenständige Qualifikation „Fachwirtin im Handwerk“ stark – eine heute anerkannte Weiterbildung, um einen Handwerksbetrieb kaufmännisch zu führen. Sie kümmern sich um das Büro, stimmen Termine ab, machen Telefondienst, schreiben Rechnungen und kümmern sich nicht selten um die Belange der Mitarbeiter.

Die UFH setzt sich auch für die Annerkennung der Frauen im Handwerk ein, ob als Frau des Unternehmers, selbständige handwerkerinnen und Mitarbeiterinnen im handwerk und in männerdominierten Berufen.  Vor diesem Hintergrund bringen sich die Unternehmerfrauen auch in die öffentliche politische Debatte ein, engagieren sich, wie ihre Männer auch, für die Interessen des Mittelstandes und speziell des Handwerks.Die Themenpalette der monatlichen Veranstaltungen ist vielfältig. Da geht es um betriebliches Gesundheitsmanagement oder um die Sicherheit rund um das Haus. Es geht auch gesellig zu: Eine Lesung, Ausflüge und andere Aktivitäten beisammen sein.

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(Text teilweise aus Tageblatt Artikel, Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ulrike Müller-Kaminsky)