Verdeckte Videoüberwachung wegen Verdachts auf Begehung von Straftaten

Die Zulässigkeit einer verdeckten Videoüberwachung zur Aufdeckung von Straftaten setzt Verdachtsgründe im Sinne eines durch konkrete Tatsachen belegten „einfachen“ Verdachts im Sinne eines Anfangsverdachtes voraus, der über vage Anhaltspunkte und bloße Mutmaßungen hinausreichen muss.

Das Interesse vom Beschäftigten, nicht von einer verdeckten Videoüberwachung erfasst zu werden, ist bei Arbeitnehmern, die sich unter Verletzung eines Zutrittsverbotes in einem überwachten Bereich aufhalten, erheblich gemindert (hier: Zutrittsverbot zum Lager).

BAG-Urteil vom 20.10.2016 – 2 AZR 395/15 – NZA 7/2017, S. 444