Von Zimmerer und Maurern: Junge Bauhandwerker freigesprochen.

Impressionen, Bilder, PR als PDF gibt es bis zum 1.9.18 als Download hier: drive.google.com/open?id=11dzqmubzeRRjtoBtEJAKVsSKey4aXdZk (nach dem 1.9.18 bitte Nachfragen an kontakt@die-medienfrau.de)

Besonders leistungsstarker Jahrgang und einer Exotin unter den Absolventen.

25 Zimmerer- und 13 Maurerlehrlinge feierten am 26.06.2018 ihre festliche Freisprechung und somit die Erhebung in den Gesellenstand. In den denkmalgeschützten Räumlichkeiten der “Ziegelei Rusch” in Drochtersen versammelten sich zu diesem Festakt knapp 100 Gäste. Das Feuer lodert, der Ofen raucht, die Ziegel brennen: Das Ambiente der Ziegelei Rusch in Drochtersen war nicht nur beeindruckend, sondern bot den Handwerkern einen besonders passenden Rahmen.
„Der Jahrgang 2018 ist nicht nur in seiner Quantität, sondern besonders in seiner Qualität hervorzuheben“, beschrieb Obermeister Gellert das Gro seiner Schützlinge. Weiter betonte Gellert, dass die stolzen Absolventen mit ihrem Gesellen-Schmuckbrief den studentischen Theoretikern immer einen entscheidenden Schritt voraus sein würden und warb um die jungen Gesellen: „Meister, statt Master – bleiben Sie dem Handwerk treu, es verbinden Schaffen und Geschaffenes miteinander, wie kein anderer Beruf!“

Besonders beeindruckende Leistungen im Bereich der Zimmererausbildung konnten vier Junggesellen vorweisen, sie haben all mit einer Note “gut” und besser ihre Ausbildung absolviert. Mit einem “sehr gut” in Theorie und Praxis konnte Marvin Struck seine Lehrzeit im Ausbildungs- und Innungsfachbetrieb Holzbau Raap GmbH & Co. KG Ahlerstedt beenden. Der 22-jährige aus Bliedersdorf erreichte damit eine besonders seltene Notengebung und konnte zu Recht „stolz, wie Oskar“ sein.
Weiter konnten sich Jasper Fricke (hinten) aus Buxtehude (Theorie 2, Praxis 1) vom Innungsfachbetrieb Zimmerei & Dachdeckerei Bartsch GmbH Buxtehude, Ole Stürcken (rechts) aus Geestland (Theorie 2, Praxis 1) vom Innungsfachbetrieb Jan Hendrik Kröncke Stinstedt (LK Cuxhaven) und Malte Meier (links) aus Ahlerstedt (Theorie 2, Praxis 2) von Johann Meier Holzbau GmbH Ahlerstedt eine Ehrung für besondere Leistungen abholen! Meier und Struck verkürzten ihre Ausbildung und schlossen diese bereits im Winter ab.

Zwei Mal die „1“ für Marvin Struck.

Besonders beeindruckende Leistungen im Bereich der Zimmererausbildung konnten vier Junggesellen vorweisen, sie haben all mit einer Note “gut” und besser ihre Ausbildung absolviert. Mit einem “sehr gut” in Theorie und Praxis konnte Marvin Struck seine Lehrzeit im Ausbildungs- und Innungsfachbetrieb Holzbau Raap GmbH & Co. KG Ahlerstedt beenden. Der 22-jährige aus Bliedersdorf erreichte damit eine besonders seltene Notengebung und konnte zu Recht „stolz, wie Oskar“ sein.

Weiter konnten sich Jasper Fricke (hinten) aus Buxtehude (Theorie 2, Praxis 1) vom Innungsfachbetrieb Zimmerei & Dachdeckerei Bartsch GmbH Buxtehude, Ole Stürcken (rechts) aus Geestland (Theorie 2, Praxis 1) vom Innungsfachbetrieb Jan Hendrik Kröncke Stinstedt (LK Cuxhaven) und Malte Meier (links) aus Ahlerstedt (Theorie 2, Praxis 2) von Johann Meier Holzbau GmbH Ahlerstedt eine Ehrung für besondere Leistungen abholen! Meier und Struck verkürzten ihre Ausbildung und schlossen diese bereits im Winter ab.

Zwei Mal die „2“ für Lennart Dobischok.

Bei den Maurergesellen holte sich Lennart Dobischok eine Auszeichnung für seine besonders guten Leistungen ab. Er bestand die Prüfung mit einer “2” in Theorie und Praxis. Der 22-jährige Drochtensener lernte beim Innungsfachbetrieb Andreas Viebrock GmbH, Weißenfelde und strahlte den ganzen Abend im Kreise seiner Kollegen.

Stark, mutig, Natascha!

Ein nicht ganz übliches Bild bot sich den Feiernden bei der Beglückwünschung der Maurergesellen. Eine Maurergesell-IN holte sich ihren Schmuckbrief vor den Augen der Staunenden ab. Die taffe 28-jährige aus Hemmor und Mutter einer Tochter fühlt sich pudelwohl in ihrem Job: “Ich hatte nie einen einzigen Zweifel an meiner Berufswahl – ich hoffe ich kann damit ein Vorbild für meine Tochter und für alle anderen Frauen sein!”.

Neben dem Obermeister der Bauhandwerks-Innung Stade Max-Herbert Gellert, sprach in diesem Jahr die Geschäftsführer der Ziegelei Rusch, Matthias Rusch und Marcus Lütjen zu den jungen Handwerkern. Sie führten die Zuhörer digital durch die Ziegelei. “Wenn der Stein gebrannt ist, brauchen wir Sie, die Maurer, um diese zu einem kleinen Kunstwerk zusammen zu setzen und die Zimmerer um dem Topf einen passenden, formschönen Deckel aufzusetzen!”, bauten die beiden Ziegelprofis die Brücke zu den Absolventen.  Nach der offiziellen Erhebung in den Gesellenstand durch den Altgesellen Ulrich Dammann, stießen die Teilnehmer auf ihren Erfolg an und ließen den Abend bei zünftigen Speisen gemeinsam ausklingen.

Weitere Einblicke in die Veranstaltung

Max-Herbert Gellert begrüßte die zahlreich erschienen Gäste herzlich zum feierlichen Anlass der Freisprechung. Der Obermeister der Bauhandwerks-Innung Stade führte, wie gewohnt, durch die Veranstaltung und lies nicht lange auf den nächsten, wichtigsten Punkt des Abends, warten: Die Übergabe der Gesellenbriefe. In diesem Jahr gab es zu dem schulischen Prüfungszeugnis noch ein weiteres Dokument für die jungen Handwerker. Der Schmuckbrief zeigt, was sie in diesem wichtigen Lebensabschnitt geschafft haben und lädt, ähnlich wie eine Urkunde, zum Einrahmen und Präsentieren ein! „Das ist das Mindeste was wir als Innung für die stolzen Jungs und Mädchen machen können. Mit leeren Händen lassen wir hier keinen raus!“, so Lehrlingswart der Zimmerer Niels Lühmann.

Ziegelei Rusch: Mit Sand und Wasser zum Ziegelstein

Die Junggesellen standen jeder nacheinander auf und holten sich ihre Verdienste ab. Nach dieser Ehrung übernahm das Team der Ziegelei Rusch das Mikro. Mit Bild, Ton und Video zeigen sie den Handwerkern, woher ihr Arbeitsmaterial so kommt und mit welchem „einfachen, aber genialen Prinzip“ aus Sand, Wasser, Kohle und Feuer ein wunderbares Bauprodukt wird, dass in Qualität und Haltbarkeit seines Gleichen suche, so der Geschäftsführer Rusch. 16-18 Tage drehe sich das Feuer im Kohleofen im Kreis, dabei werden in Drochtersen 2 Millionen Steine mit 2 Tonnen Kohle jährlich produziert. Die Zuhörer waren sichtlich beeindruckt von Art und Vielfalt des Produktes und konnten sich in dem Denkmal geschützten Festsaal unterm Dach von jedem einzelnen Stein an Wand und im Regal überzeugen.

Im Halbkreis in den Gesellenstand

Danach bat Obermeister Gellert die Zimmerer und Maurer/innen sich zu erheben, im Halbkreis aufzustellen und nach alter Tradition mit einem Glas Hochprozentiges, diesmal der beliebte Ziegelschnaps, sich vom Altgesellen Dammann von den Azubipflichten freisprechen zu lassen.

Maurergesellin Natascha lässt sich nicht unter kriegen

„Ohne meine Mutter hätte ich das nie geschafft“, sagt die 26-Jährige heute dankbar. Denn vor sechs Jahren ist sie selber Mutter einer Tochter geworden. Drei Jahre später tritt sie die Ausbildung zum Maurer an und beendet diese mit einer bestandenen Prüfung. „Ich bin stolz, dass ich das alleinerziehend und meiner Mutter als wichtigste Stütze alles auf die Reihe bekommen habe!“  Um sie herum: Männer. Ausschließlich Männer. Natascha hat damit nie ein Problem gehabt. „Meine Kollegen sind unglaublich nett und witzig, da machen sogar Überstunden Spaß!“. Ihre Mutter hat, als sie selber noch jünger war, ein Haus gekauft. Viele Freunde und Familienmitglieder halfen es zu sanieren. „Da habe ich fast alle Handwerker gesehen. Mein Onkel hat mir das Maurern gezeigt – da stand meine Entscheidung fest. Das mache ich später beruflich!“. Natascha selber sagt, das Handwerk sei nie nur eine Notlösung gewesen, sondern Leidenschaft vom ersten Tag an. „Es ist abwechslungsreich, nützlich und handfest“. Sie selbst sieht sich in 10 Jahren immer noch da, wo sie jetzt ist: Im Handwerk, als Gesellin und gute Mutter. „Sollte meine Tochter ein Handwerk erlernen wollen; würde mich das sehr stolz machen!“, resümiert die taffe Hemmorerin.